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Baugeschichte Schloss Weinberg

Von der Wehranlage zum Herrschaftssitz

Nach einer ersten urkundlichen Erwähnung einer Feste um 1274 geht die heutige Vierflügelanlage auf eine gotische Burg mit Grundmauern aus dem 12. Jahrhundert zurück. Strategisch ideal auf einem Felsmassiv positioniert, überblickt man weite Teile des heutigen Bezirks Freistadt und des Aisttals, dessen Bedeutung als Haupthandelsweg im Mittelalter weitgehend in Vergessenheit geraten ist.

Mittelalterliche Burganlage

Der romanische und gotische Baukern der ehemaligen Burg war zweigeschoßig und nahezu rechteckig. Im Zentrum befanden sich ein Innenhof – heute „Grüner Hof“ – und der mittelalterliche Bergfried. Die Verteidigungsanlage wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert um der Dorfbevölkerung und den Burgbewohner/innen ausreichend Schutz bei feindlichen Angriffen zu gewähren und neuen Waffensystemen gerecht zu werden.

Repräsentatives Renaissanceschloss

Um 1600 wurde die mittelalterliche Burg zu einem Schloss im Stile der Renaissance um- und ausgebaut. Hans Wilhelm von Zelking (1561-1627) vollzog den Wandel von der standhaften Wehrburg zum repräsentativen Herrschaftssitz. Zu dieser Zeit entstanden die Prunkräumen, sowie der Renaissancegarten und der mächtige Schlossturm im Renaissanceschloss im Mühlviertel.

Barocke Erweiterung

Nachdem Schloss Weinberg 1629 in den Besitz der deutschen Adelsfamilie von Thürheim überging, veranlassten diese die barocken Umbauarbeiten, u.a. die Errichtung der Schlosskapelle und die Einrichtung der Schlossapotheke.


20. Jahrhundert

Nach dem 1. Weltkrieg wurde in einem Teil des Schlosses ein Beherbergungsbetrieb eingerichtet. 1945 war Schloss Weinberg Quartier für die russische Besatzung. 1946 kehrte die Familie Thürheim auf das Schloss zurück und es gelang den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb wieder aufzubauen.
Um das Schloss zu erhalten wurde der Verein Schloss Weinberg gegründet, der sich tatkräftig für die Sanierung des Schlosses einsetzte.

Oberösterreichisches Kulturgut

1986 pachtete das Land Oberösterreich das Schloss auf 99 Jahre und ließ eine aufwändige, historisch getreue Restaurierung der Innenräume und Außenanlagen durchführen. Seit der Oberösterreichischen Landesausstellung 1988 hat sich Schloss Weinberg als Landesbildungszentrum und Veranstaltungsort etabliert.

 

 

Von Besitztum und Herrschaften

800 Jahre belebte Mauern

Die ursprüngliche Burganlage war Teil der landesfürstlichen Herrschaft Freistadt, die nach dem Aussterben der Herrn von Klamm-Velburg im Jahre 1218 an die Babenberger gelangt war. Diese traten es ihrerseits im frühen 14. Jahrhundert an das Geschlecht der Piber ab.

Ab Mitte des 14. Jahrhunderts lenkte das Adelsgeschlecht der Zelkinger die Geschicke der Grundherrschaft Weinberg. Die Markterhebung Kefermarkts, der Bau der Pfarrkirche mit dem berühmten Flügelaltar sowie der umfangreiche Um- und Ausbau der spätgotischen Burganlage zum repräsentativen Schloss fallen in diese Zeit.

Aufgrund der Ausweisung des protestantischen Adels, zu denen auch die Zelkinger gehörten, kam Schloss Weinberg 1629 in den Besitz der schwäbischen Adelsfamilie von Thürheim. Nach der Auflösung der Grundherrschaft im Jahr 1848 blieben die Thürheims und deren Nachkommen im Besitz des Schlosses, die es seit 1986 zur öffentlichen Nutzung an das Land Oberösterreich verpachten.

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